Azoren

Pico

Pico ist die zweitgrößte der Azoreninseln und wie die anderen Inseln des Archipels vulkanischen Ursprungs. Der 2350 m hohe Vulkan Pico gab der Insel ihren Namen. Er ist nicht nur höchster Berg der Insel oder der Azoren, sondern ganz Portugals.

pico, berg, meer
Der Pico trohnt über allem

Der Aufstieg mit einem ortskundigen Führer ist anstrengend, aber lohnenswert. Man wird vom Gipfel mit einem phantastischen Blick auf die Nachbarinseln Faial und São Jorge belohnt. Die ganze Insel ist von erstarrter schwarzer Lava bedeckt, was teils bizarre Formationen hervorgebracht hat. Die Lavasteine werden von den Bewohnern zum Bau ihrer Häuser genutzt. Deshalb findet man hier die für Pico so typischen schwarzen Steinhäuser. Strände sucht man vergeblich auf Pico, ein Urlaubsziel für Badeurlauber ist die Insel eher nicht. An der Südseite der Insel findet man jedoch mehrere kleine Naturschwimmbecken. Die Nordseite der Insel hat eine raue Küste. Sie ist dicht bewaldet und kaum besiedelt. Die Bewohner haben sich auf der Südseite am schmalen Küstenstreifen angesiedelt. Bekannt ist Pico durch den Anbau des Verdelho-Rotweins, den man wegen seiner Schwere eher als Aperitif genießt. Lavasteinmauern schützen die edlen Reben vor den Inselwinden und geben die gespeicherte Sonnenwärme bis in die Nacht ab. Das Weinanbaugebiet des Verdelho wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Rund um Pico hat man noch bis in die 80er Jahre des letzten Jahrhunderts Walfang betrieben. Zwei kleine Museen in Baleiros und in São Roque erzählen anschaulich die Geschichte des Walfangs. Ein Besuch des alten Walfängerortes Lajes und des Wallfahrtsortes Sao Matens mit seiner Wallfahrtskirche aus dem Jahr 1572 lohnen sehr. Die schönste Touristenattraktion der Insel sind heute Walbeobachtungs-Touren mit kleinen Booten vor der Küste der Insel. Von Juni bis Oktober kommen 20 verschiedene Arten der riesigen Meeressäuger zur Nahrungsaufnahme in die Gewässer der Insel.