Azoren

Graciosa - Die Liebliche

Graciosa, die Liebliche, ist die zweitkleinste der Azoren Inseln und sie trägt ihren Namen zu Recht. Sanft geschwungene Hügel, weiße Häuschen, Felder und die roten Windmühlen, die die Wahrzeichen der Insel sind, prägen die Landschaft. Die etwa 5000 Bewohner Graciosas leben vornehmlich von der Landwirtschaft und teilen sich ihren Lebensraum mit Rindern, Pferden und Eseln. Oft sieht man hier noch Kutschen, die als Transportmittel auf dem 60 km² großen Eiland dienen.

dorf, haeuser
Dorfansicht auf Graciosa

Für viele ist Graciosa die schönste der Azoren Inseln und von den Azoresen wird sie wegen ihrer weißen Häuser auch "Die Weiße" genannt. Wenn man sich ein wenig in der gemütlichen Hauptstadt Santa Cruz da Graciosa umschaut, weiß man auch warum. Hier stehen noch viele alte Herrenhäuser, die vom einstmaligen Reichtum Graciosas erzählen und wer sich näher mit der Inselgeschichte beschäftigen möchte, der sollte einen Abstecher in das Volkskundemuseum in der Nähe des Rathauses machen.

Die Hauptattraktionen der Insel sind aber ganz sicher die wunderschöne Landschaft geprägt von der riesigen Caldeira. Fast der ganze Süden der Insel Graciosa ist von dem Riesenkrater bedeckt. In seinem Inneren grasen Kühe auf einer Weide, der Rest ist bewaldet. Wer hierher kommt darf sich die Furna do Enoxfre auf keinen Fall entgehen lassen. Am Kraterrand führen Treppenstufen hinunter in die Schwefelhöhle, an deren Grund erblickt man, in mystisches Licht getaucht, den 120 m breiten Kratersee. Ein andere Sehenswürdigkeit Graciosas ist das Thermalbad Carapacho, bei schlechtem Wetter kann man sich hier ein warmes Bad gönnen und bei Sonnenschein lädt das Naturschwimmbecken im Atlantik zum Baden ein.

Graciosa, die liebliche Kleine hat viel zu bieten und ein mehrtägiger Besuch lohnt sich immer. Verschiedene Anbieter bieten sogar Lastminute günstig an.