Azoren

Corvo - Insel der Freibeuter

Wer die kleinste und nördlichste der Azoren-Inseln besucht, der fühlt sich gleich in eine andere Zeit versetzt. Hier gehen die Uhren anders und die knapp 400 Einwohner der Insel kennen ganz sicher keine Hektik und keinen Stress.

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Typisches Azorenhaus

Vor 2 Millionen Jahren entstand Corvo durch einen Vulkanausbruch und die folgenden Jahrtausende verbrachte die 17 km² große Insel in einer Art Dornröschenschlaf mitten im Atlantik und auch als sie dann 1450 von portugiesischen Seefahrern wach geküsst wurde begann nur sehr langsam die Besiedlung. In Spitzenzeiten sollen allerdings über 1000 Menschen auf Corvo gelebt haben. Während des 17. und 18. Jahrhunderts wurde Corvo zu einem Unterschlupf für die Piraten der Meere und gewann so einen zweifelhaften Ruf als Insel der Freibeuter.

Die Landschaft Corvos ist von einer rauen und ursprünglichen Schönheit und in ihrem Zentrum steht der mächtige Caldeirao, der Vulkan, der die Insel erschuf. 718 m ragt er über das Meer und von seinem Kraterrand aus hat man einen phänomenalen Blick auf die teils bis zu 500 m hohe Steilküste Corvos und weit hinaus auf den Atlantik. Bei schönem Wetter kann man auch die Nachbarinsel Flores sehen, von der aus die Touren nach Corvo starten. Kleine Flugzeuge oder Boote bringen die Besucher von Flores nach Corvo. Auf der ganzen Insel gibt es kein Hotel und selbst in der Inselhauptstadt, Europas kleinste Stadt, Vila Nova do Corvo sieht man nur selten fremde Gesichter. Besonders schön ist ein Aufenthalt in einem Ferienhaus auf den Azoren. Obwohl klein, vereint Vila Nova do Corvo alt und neu in ihren Straßen. Im alten Teil findet man die traditionellen Häuser mit schwarzen Basaltfassaden und den typisch weißen Fenstern. Hier kennt jeder jeden und jeder weiß alles über jeden. Die Einwohner der Insel freuen sich über jeden Besuch.